Bei zotteligen Robustpferden kann man im Winter häufig nur an der Laufrichtung erkennen, wo vorn ist..... entsprechend zahlreich sind die Haare, die Anfang des Frühlings ausfallen.

Um eine Ausbreitung von ausgefallenen Haaren bis in die hintersten Ecken des Kleiderschrankes zu vermeiden und um dem Pferd beim Fellwechsel zu helfen, haben Pferdebesitzer die Auswahl zwischen diversen Werkzeugen. Eines von vielen sinnvollen Werkzeugen soll hier vorgestellt werden:

Ein unglaublich effektives Putzgerät ist der seit einigen Jahren auf dem Markt befindliche "Furminator", den es in verschiedenen Größen nicht nur für Pferde, sondern auch für Hunde und Katzen gibt. Im Grunde sieht dieses Gerät aus, als hätte jemand das Scherblatt einer Schermaschine genommen und einen Griff angebaut. Aber natürlich funktioniert der Furminator nicht wie eine Schermaschine, eher wie ein sehr feinzinkiger Kamm, der bis zu 90 % der losen Haare durch einmaliges Kämmen herausbürsten soll.

Das dunklere Modell auf den Bildern hier ist eigentlich für Hunde gedacht, ich nehme ihn aber für alle meine Pferde und sogar für die Katzen - und ganz ehrlich, das Ding funktioniert allerprächtigst! Nun gut, die Katzen sind nicht so begeistert, aber die Pferde mögen den Furminator sehr gern, bleiben bereitwillig unangebunden stehen und genießen die Prozedur. Das gelbe Modell ist von einer anderen Firma; man muss sich im Netz einfach mal schlau machen, welche Ausführungen in welchen Preisklassen es gibt (und es gibt gewaltige Preisunterschiede!).

Der Furminator reisst keine Haare heraus, sondern zieht mit seinen feinen Zinken die losen Haare zuverlässig heraus. Die Haare bleiben am Furminator hängen und können mit der freien Hand problemlos genommen und entsorgt werden - es fliegen also nicht überall Haare herum. Das die Tiere bei der Behandlung mit dem Furminator entspannt stehen und sich sogar an kitzligen Stellen putzen lassen, ist eindeutig ein Indiz dafür, das wirklich nur die losen Haare entfernt werden und nichts ziept oder zerrt. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, das sich feuchtes Fell nicht ganz so gut mit dem Furminator behandeln lässt - dann eben abwarten, bis alles wieder schön trocken ist!

Nach der Bearbeitung mit dem Furminator sehen manche Pferde ziemlich staubig aus. Das liegt daran, dass nicht nur die losen Haare an die Oberfläche geholt werden, sondern auch der ganze Staub, der tief im Fell sitzt. Dann hilft es, wenn man zum Abschluss noch einmal mit einer weichen Bürste oder einem Tuch über das Pferd "witschert".

Insgesamt eine lohnenswerte Anschaffung!

Bilder:

Überall Haare! Wie man dem Fellwechsel im Frühjahr am besten Herr werden kann....Überall Haare! Wie man dem Fellwechsel im Frühjahr am besten Herr werden kann....

Werbung

RoFlex

Anzeige Westerwald zu Pferd

VFD Juniorheft

VFD Bücher