Emmerzhausen/Rennerod – Im Mai 2018 hat das rheinland-pfälzische Umweltministerium das „Wolfspräventionsgebiet Westerwald“ ausgewiesen. Innerhalb dieses Gebietes wurde Anfang April 2019 für den Bereich des ehemaligen Truppenübungsplatzes Daaden/Stegskopf (Landkreise Altenkirchen und Westerwaldkreis), das Vorkommen eines territorialen Wolfes behördlich festgestellt. Vor diesem Hintergrund hat das Umweltministerium NRW mit Wirkung zum 05.04.2019 im grenznahen Bereich eine Puffer­zone ausgewiesen ("Pufferzone zum Wolfsterritorium Stegskopf").

Am 12.04.2019 fand in Rennerod eine Informationsveranstaltung mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema Weidehaltung & Wolf statt. Unter den mehr als 40 Teilnehmern waren alle Weidetierhalter (Pferd, Rind, Nandu, Dammwild, Schafe, Ziegen) vertreten. Dr. Frank Wörner Zoologe und Mitglied der „Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V.“ hielt das Eingangsstatement. Dr. Frank Wörner publizierte zahlreiche Artikel über verschiedene zoologische Themen, insbesondere über Hunde und deren wilde Verwandte. Frau Barbara Friemel die Leiterin des Referates für Artenschutz beim Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten (MUEEF) stellte den Managmentplan von RLP vor. Moritz Schmitt stellte die Förderbedingungen und den Herdenschutz vor. Herr Schmitt ist von der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz (SNU), eine  Stiftung des öffentlichen Rechts, deren Vorsitzende des Vorstandes ist Umweltministerin Ulrike Höfken. Sonja Schütz von der Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland e.V. (VFD) stellte das Herdenschutzbündis „Weidetierhaltung und Wolf“ vor. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion stellte der Moderator Marcelo Peerenboom einige aktuelle Fragen. Auch mit den Teilnehmern wurde ein offener und konstruktiver Dialog und lösungsorientierter Austausch geführt. Die VFD plant deutschlandweit weitere Veranstaltungen zum Herdenschutzbündnis (Plattform Weidetierhaltung & Wolf) durch. Seb Schäfer von der Vereinigung der Schaf- und Ziegenmilcherzeuger e.V. ist besonders positiv aufgefallen, er unterstützte die Forderung der Verbände nach einem nationalen Herdenschutzzentrum (Westerwald).

Hintergrund: Für die Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland e.V. (VFD) steht das Pferd im Mittelpunkt. Pferde sind Weidetiere und Herdenschutz ist ein Thema für Pferdehalter. Die AG Wolf der VFD arbeitet mit zahlreichen Verbänden, Interessengruppen und Fachleuten zusammen, um möglichst umfassende Kenntnisse über das Verhalten von Wölfen zu gewinnen. Das Ziel der VFD ist es, den Herausforderungen für die Pferdehalter zu begegnen, die sich durch das Zusammenleben mit Wölfen ergeben. Weiteres Ziel ist es vor allem, unsere Pferde (Weidetiere) zu schützen und nicht zuletzt auch den besorgten Mitgliedern und Pferdebesitzern so viele sachliche Informationen wie möglich an die Hand zu geben. Die Akzeptanz des Wolfes in Deutschland steht und fällt mit einem funktionierenden Herdenschutz.

Frühjahrs-Agrarministerkonferenz in Landau: Auch die Rückkehr des Wolfes und erforderliche Herdenschutzmaßnahmen wurden in Landau diskutiert. Nordrhein-Westfalen regt die Einrichtung eines nationalen Herdenschutzzentrums zur Koordinierung und Fortentwicklung der Aktivitäten der Länder für einen effektiven Herdenschutz an. Zudem soll laut Antrag der Bund gebeten werden, alle Möglichkeiten zur Beschleunigung der Auswertung von Hinweisen auf Wölfe zu prüfen. So sollten die Ressourcen des Senckenberg-Institutes weiter ausgebaut werden, um allen Bundesländern zeitnah gerichtsfeste Ergebnisse zu liefern.

Quellen: 
Wölfe in Rheinland-Pfalz, informative und übersichtliche Internetseite zum Thema Wolf
Wolf in NRW, Seite des LANUV mit allen aktuellen Informationen über den Wolf in Nordrhein-Westfalen
Herdenschutz + Informationen von der GzSdW 

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