Am 29. und 31. Januar fand der Kurs „Erste Hilfe beim Pferd“ statt.Erste Hilfe 1

Am 1. Tag befassten wir uns mit der Theorie. In geselliger Runde im Norddeutschen Hof in Lüdingworth haben uns Dr. med. vet. Hans Jürgen Terhaar und Dr. med. vet. Karsten Schreiber von der http://pferdepraxis-im-cuxland.de/ mittels einer interessant gestalteten Power Point Präsentation Einblicke in mögliche Gefahren, Notfallsituationen und wichtige Maßnahmen, die der Pferdemensch entweder vorher zur Gefahrenvermeidung, oder nachher, in der eingetretenen Notfallsituation treffen kann.

Aus Erfahrung der Tierärzte handelt es sich bei den Notsituationen leider überwiegend um vermeidbare Unfälle, deshalb wurde ausführlich über Prävention gesprochen, wie z.B. die sicher gestaltete Box, Einzäunungen, bis hin zur möglichen Schlundverstopfung durch falsch geschnittene Möhren.

Es wurde betont, dass die Beziehung zwischen Mensch und Pferd eine wichtige Rolle bei Notfällen spielt. Ein Pferd, das seinem (seinen) Menschen vertraut, lässt sich natürlich wesentlich einfacher, und damit für alle Beteiligten ungefährlicher, untersuchen und behandeln.

Deshalb sollte man auch schon vor einem möglichen Notfall einige Handgriffe bei seinem Pferd üben, wie z.B. Puls und Fieber messen, Verbände anlegen oder eine Nasenbremse einsetzen.

Auch das zuverlässige Verladen kann im Notfall das Leben des Pferdes retten.

Generell sollte jeder die Umgebung des Pferdes und seine eigenen Vorgehensweise aus der Sicherheitsperspektive kritisch betrachten, um vielleicht bei gewohnten Dingen, die man „immer so gemacht hat“, eine mögliche Gefährdung zu erkennen.

Unrat, spitze Gegenstände auf dem Hof oder das Benutzen von ungeeignetem Equipment wären da einige Beispiele.

Weiterhin ging es natürlich auch um das Erkennen von Notsituationen:

Wieviel Blut darf ein Pferd verlieren, ohne das es akut lebensgefährlich ist?

Welche Symptome können auf welche typischen Notfälle/ Krankheiten hindeuten?

Nach dem höchst informativen Vortrag gab es anschließend Gelegenheit für Fragen und Diskussion.

Nachdem wir uns an diesem Abend gemütlich in der warmen Gaststube, womöglich noch bei einem leckeren Gericht haben berieseln lassen, ging es am übernächsten Abend warm eingepackt an den praktischen Teil des Kurses in die Staiger´sche Reithalle.Potpourri

Hier wurden unter Anleitung der Tierärzte an den 4 überaus geduldigen Hofvierbeinern die PAT-Werte ermittelt und zwei häufig vorkommende Verbände geübt.

Erstaunlich schwer fiel es, zu mindestens mir, beispielsweise den Puls zu erfühlen. Kaum denkbar, bei so einem großen Tier.Erste Hilfe 10

Wir haben dann Fieber gemessen, das Stethoskop ans Herz gelegt und den „Einspritzgeräuschen“ der 1PS Darmmotorik gelauscht.Erste Hilfe 13

Zwischendurch wurden wir mit Naschwerk und begehrten warmen Getränken verwöhnt.

Auch das Anlegen des Huf- oder Röhrbeinverbandes, das bei den geübten Handgriffen des Tierarztes so einfach aussah, war nicht ohne Anspruch. Und das, obwohl wir wiederum sehr geduldige vierbeinige Patienten hatten! Da kann man sich leicht vorstellen, wie schwer und unter Umständen gefährlich das bei einem verletzten, nervösem Tier sein kann.Erste Hilfe 2

Also auch so etwas vorher zu üben, ist äußerst sinnvoll!

Nach abschließender Gelegenheit, Fragen zu stellen und der Urkundenverteilung ging dieser gelungene Erste Hilfe Kurs zu Ende.

Ich nehme viele wichtige Informationen und Anregungen daraus mit.

Vielen Dank an Birgit für die tolle Organisation und einen besonderen Dank an Dr. med. vet. Terhaar und Dr. med. vet. Schreiber, dass sie sich, trotzdem sie stark beruflich eingespannt sind, Zeit nehmen für solche Veranstaltungen.

Nicole Brikey

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