Jo, sagte mein Mann zu mir, das machen wir mit. Mein Mann und ich kommen aus dem Ammerland, sind VFD Mitglieder und haben eine Ponystute und eine Quarabstute. Mit beiden reiten wir bei uns zu Hause im Gelände und haben auch schon einen Zweitageswanderritt in der Nähe von Oldenburg gemacht. Nun wollten wir einmal die Lüneburger Heide geführt durchreiten. Bei recht gutem Wetter haben wir uns am Freitag auf den Weg in die Heide in die Nähe von Schneverdingen gemacht und wurden bereits auf dem Parkplatz freundlich von Horst begrüßt. Auf einer schönen Weide haben alle 16 Teilnehmer ihre Paddocks und Zelte aufgebaut, um die Nacht bis zum Samstag dort zu verbringen.

   WanderrittHoheHeide   

Am Abend wurde gegrillt und am Lagerfeuer schon mal Bekanntschaft geschlossen. Die Teilnehmer waren im Alter zwischen 10+ und 55+.

Am frühen Morgen wurden die Pferde versorgt und es wurde zünftig gefrühstückt. Das Orgateam hat keine Frühstückswünsche offen gelassen, es gab alles was das Herz begehrt. Die Stimmung unter uns und den Pferden war gut. Dabei waren Isländer, Friesen, Haflinger, Ponys und Mixrassen im Alter zwischen 6 und 20 Jahren mit wenig bis viel Erfahrung.

 WanderrittZelten

Nach der Sattelkontrolle und der Rittbesprechung ging es erst zu Fuß los. Zwei Rittführerinnen, Esther und Christina, hatten den Wettergott ordentlich bestochen. Bei herrlichem Sonnenschein ging es im Schritt und Trab in die Lüneburger Heide. Aufgrund der unterschiedlichen Rassen, ergaben sich drei Gruppen, die in Sichtweite den Wanderritt mit Bravour absolvierten. Nach ca. drei Stunden wurde eine Pause gemacht und eine Schafherde kreuzte unseren Weg. Weiter ging es durch Wald und Wiese, sowie Heide und Felder. Da die Heide noch nicht in der Blüte stand, waren wenig Touristen auf unseren Wegen unterwegs. Es folgten zwei weitere Pausen.

Am frühen Abend trafen wir etwas erschöpft nach ca. 26 Kilometern am Lager ein. Die gute Seele Horst und das Orgateam hatten bereits den Grill aufgebaut und die Salatbar stand bereit. Die Pferde konnten direkt in die bereits aufgebauten Paddocks gestellt und versorgt werden. Es gab gutes Gras, Heu und Wasser nach Bedarf. Leider musste ein Pferd tierärztlich versorgt werden und wurde anschließend nach Hause gebracht. Zwei weitere Pferde hatten sich die Hufe ausgebrochen und die Teilnehmer hatten sich entschlossen, den nächsten Tag nicht mitzureiten.

Nachdem nun alle Zelte wieder aufgebaut waren, die Tiere sichtlich zufrieden und müde vor sich hin dösten, wurden wir wieder fürstlich beköstigt. Am Lagerfeuer wurde nicht nur Wasser getrunken, bei Wein oder Bier tauschten wir uns über das Erlebte aus und krabbelten später müde in unsere Schlafsäcke.

Da für den nächsten Tag Regenwetter mit vielen Schauern angesagt war, haben vier Teilnehmerinnen beschlossen, nur eine kleine Runde vor Ort zu reiten. Die restlichen Reiter/innen bereiteten sich auf den Rückritt zum Anfangstreffpunkt gedanklich vor.

Am Sonntagmorgen krochen wir aus unserem Zelt und versorgten die Pferde und stärkten uns mit einem wieder gut vorbereiteten Frühstück mit Kaffee, Tee und frischen Brötchen.

Nach der Sattelkontrolle begann es tatsächlich zu regnen. Der Rückritt umfasste ca. 18 Kilometer. Die Strecke war wieder wunderschön, verlief durch die Heide mit mehreren längeren Trabstrecken, an Kornwiesen vorbei, durch Wälder hindurch und auf kleinere Straßen entlang zurück zum Ausgangspunkt. Ab und an kam sogar die Sonne raus.

Mein Mann und ich sowie unsere beiden Stuten haben dieses Wochenende sehr genossen und haben viele nette VFD Mitglieder kennengelernt und bemerken immer wieder bei den VFD Mitgliedern eine große Toleranz im Umgang miteinander.

Ein großes Lob und einen herzlichen Dank an das Orgateam und dem Trossfahrer Horst.

Schöne wäre es, wenn wir uns 2016 wieder in der Hohen Heide treffen. Dankeschön sagen Ronald und Sabine aus dem Ammerland.

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