34 Zuhörer - Wahnsinn!!

Unser erstes Thema „Körperliche und geistige Ertüchtigung durch Horse Agility und welche Rolle die positive Verstärkung dabei spielen kann“ mit Linda Veltkamp kam sehr gut an. Was für ein toller Start ins neue VFD Jahr.comp 2020MärzClickern2

Doch was ist eigentlich positive Verstärkung und warum brauchen wir sie?

Die Schlagwörter sind Motivation, Präzision und Selbstorganisation, in diesem Fall Verantwortung für den eigenen Körper übernehmen, so Veltkamp.

Aber wie motiviere ich ein Pferd? Hier gibt es primäre Verstärker, dies sind Dinge, die vom Pferd von Natur aus als erstrebenswert empfunden werden. Dies ist abhängig vom Pferd, es entscheidet was der Verstärker ist, z.B. Futter, Sozialkontakte oder Spiel
Sekundärer Verstärker sind erlernte Verknüpfungen, die auf einen primären Verstärker aufbauen, wie Clicker, raschelnde Tüten, der Griff in die Tasche, ein Futterwagen oder der Ruf des Menschen.

Timing ist hier sehr wichtig im Training, so Veltkamp, und das bei jeder Trainingsmethode. Es entscheidet maßgeblich darüber, ob das Pferd das gewünschte Verhalten verknüpft.

Die Verantwortung für den Trainingserfolg liegt immer beim Menschen. Zeigt das Pferd das gewünschte Verhalten nicht
- ist es körperlich nicht in der Lage
- weiß nicht was es tun soll
oder
- ist nicht motiviert das Verhalten zu zeigen.

Durch Veltkamp wurden weiterhin die Bereiche der positiven Verstärkung und natürliche die Arbeit mit dem Clicker vorgestellt. 

Eine wichtige Übung fürs Clickern sei das Höflichkeitstraining. Höflichkeit des Pferdes ist ein erlerntes verhalten und nicht angeboren. Das Pferd soll hierbei in die sogenannte Nullposition: vier Hufe am Boden, Kopf und Hals gerade, Nase auf Höhe des Buggelenkes, stillhalten.

Anschließend ging es an die Hindernisse, wie Zweibeinwippe, Ganzkörperwippe oder den Drehteller. Der Körper muss hier stabilisieren und die Tiefenmuskulatur rund um die Gelenke wird aktiviert. DasGerätetraining sei für alle Pferde geeignet - Reitpferde, Jungpferde, Senioren, Reha, nur bei Vorerkrankungen sollte man die vorher mit dem Tierarzt absprechen.

Am Ende ging es dann natürlich noch mal richtig schwungvoll beim Horse Agility zu. Tempo und Schwung werden hier kombiniert, aber Kondition ist genauso gefragt wie das gezielte Ansprechen von Muskulatur. Verschiedene Hindernisse sind hier z.B. Wippen, Durchsprünge, Sprünge oder ein Slalom.

Der Vortrag wurde abgerundet mit Videos von Pferden auf verschiedenen Hindernissen. Schon beeindruckend wenn ein durch den kompletten Körper schwingt und dadurch die Wippe aktiviert.
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