Der Arbeitskreis Kreuzkraut e.V. informiert seit August 2007 über die Gefährlichkeit von Kreuzkräutern. Besonders das Jakobskreuzkraut, das Raukenblättrige, das Wasser- und das Alpenkreuzkraut breiten sich in Deutschland immer weiter aus und gefährden zunehmend die Gesundheit von Mensch und Tier.

 

JKK SchützAlle Kreuzkräuter sind hoch toxisch und schädigen auch schon in geringen Mengen zuerst die Leber. Im Endstadium ist das Zentrale Nervensystem zerstört, ein qualvoller Tod tritt ein. Die Wirkstoffe sind die sog. Pyrrolizidin-Alkaloide (PA), die sich in der Leber festsetzen und ein immer mehr steigendes Krankheitsgeschehen in Gang setzen. Erste Symptome treten oft erst nach Monaten auf, auch wenn dann keine akute Aufnahme von Kreuzkraut festgestellt werden kann. Dann spricht man von einer chronischen Langzeit-Intoxikation. Bei später Diagnose gibt es derzeit keine Heilungschance.

Getrocknet verliert Jakobskreuzkraut seinen bitteren Geschmack und seinen unangenehmen Geruch und kann z.B. von Tieren in Heu und Silage oder abgemäht und liegengelassen auf Weideflächen nicht mehr selektiert werden. Aber es sind bei Pferden und Gänsen auch Todesfälle nach Aufnahme von Frischpflanzen nachgewiesen. Grundsätzlich sind nahezu alle grasfressenden Tiere gefährdet, auch Vögel wie z.B. die Gans als Weidetier oder andere Vögel nach Aufnahme von Insekten, die auf PA-haltigen Pflanzen leben.

Auch eine Humangefährdung ist möglich, wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bestätigt. Daher sollte die PA-Aufnahme so gering wie möglich gehalten werden. In Kräutertees und Honigen wurden PA bereits nachgewiesen. Rein deutscher Imker-Honig der Frühjahrsernte scheint unbedenklich, hohe Belastungen stammen aus Ländern wie Australien, Neuseeland und Südamerika. Ob es sich um rein deutschen Honig handelt oder um Mischungen mit Honigen aus v.g. Ländern, ist für den Verbraucher auf dem Produktetikett ersichtlich. Pollenprodukte sind teilweise extrem belastet, von einem Verzehr wird abgeraten. Das BfR rät Vielverzehren von Kräuter-Tee, zu denen z.B. Pfefferminze, Kamille und Fenchel gehören, häufig die Sorte zu wechseln und nicht mehr als 2 Tassen am Tag zu trinken, Kinder nicht mehr als 1 Tasse. Details und Marken der stichprobenartig untersuchten Tee-Sorten sind auf der HP des BfR einzusehen.

Kein Kreuzkraut gehört auf die Wiesen, die Weiden oder ins Heu. Keine PA in die menschliche Nahrungskette! Das lässt sich aber nur umsetzen, wenn alle Verantwortlichen (Privatbewirtschafter und offizielle Stellen) gegen das massive Vorkommen angehen!

Mehr Infos auf unserer Homepage

 

Die VFD informiert über das gefährliche gelbe Kraut.
Tipp:  4. Mai VFD-Treff Twistringen

 

Foto: Sonja Schütz

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