Tangstedt (SH) Am 14.06.17 wurde in Tangstedt als erste Kommune in Schleswig-Holstein die Pferdesteuer beschlossen. Die Gemeindevertreter stimmten dafür, dass Pferdehalter in Tangstedt ab dem 1. Juli 2017 150 Euro jährlich pro Pferd zahlen müssen.

Viele Pferde werden die Gemeinde Tangstedt verlassen. Das bedroht die Existenz der Pferdehöfe und Vereine! In der ersten Pferdesteuerkommune -  Bad Sooden-Allendorf - hat dies zur Auflösung eines Reitvereins unter Steuerschulden und zur Schließung eines Reitbetrieb geführt. Weitere Existenzen sind bedroht! Es wurden Betriebe besteuert, obwohl die Besteuerung von gewerblich und landwirtschaftlich genutzten Pferden aufgrund gesetzlicher Regelungen unzulässig ist. 

Um weiteren sozialen Unfrieden und wirtschaftliche Schäden zu verhindern werden wir versuchen die Kommunalpolitiker durch sachliche Gespräche von der Abschaffung der Pferdesteuer zu überzeugen. Wie in der hessischen Gemeinde Weißenborn, die im vergangenen Jahr trotz verabschiedeter Pferdesteuer-Satzung ihre Entscheidung für die Abgabe rückgängig machte. Denn es hatte sich gezeigt, dass die Erhebung der Steuer nicht wirtschaftlich war.

Besonders "Kurios" dabei ist, dass die neue Regierungskoalition in Schleswig-Holstein aus CDU, Grünen und FDP eine Pferdesteuer ablehnt. Dieser Koalitionsvertrag wird aber "erst" am Freitag, 16. Juni 2017 unterzeichnet. Bleibt die Frage nach dem "Warum"? Eine Pferdesteuer ist unwirtschaftlich, wird nicht nur von der Regierung SH abgelehnt, auch der Bund der Steuerzahler, der Deutsche Bauernverband und der Deutsche Olympische Sportbund lehnen eine Pferdesteuer ab. Viele sachliche Gründe sprechen gegen die Pferdesteuer. Das Kulturgut Pferd wird mit europäischen Geldern gefördert und 4 Kommunen mit hohen Schulden besteuern es.

Tangstedt HadiBild: Hadi Trab

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