Reiten ist eine sehr anspruchs- und verantwortungsvolle Tätigkeit, die zwei Wesen unterschiedlicher Spezies gemeinsam betreiben.

Seit über 5.000 Jahren domestizieren Menschen Equiden, die eine über 50. Mio dauernde Evolution hinter sich haben, in der sie vielfältige Katastrophen überlebt haben. Sie sind wahre Überlebenskünstler. Und sie haben überlebt, weil sie in einem komplexen sozialen Umfeld organisiert sind.

Eines hat in dieser Welt keinen Platz, Zwang und Gewalt, sehen wir mal vom Fohlenmord durch den Hengst zur Erhaltung seiner Linie ab.Rafaela

Ein weiteres wichtiges Element ist die Kommunikation. Sie ist für das Überleben und das Funktionieren der Herde elementar.

Wenn wir nun als fremde Spezies mit Pferden umgehen wollen, kommen wir an der Kommunikation nicht vorbei. Alles, was wir tun und wie wir es tun bedeutet etwas für das Pferd.

Ein wichtiges Hilfsmittel im Zusammenwirken mit dem Pferd ist die Zäumung. Sie hat ihren Platz schon im Fohlen ABC der Halfterführigkeit.

Was liegt näher diese Einwirkung weiter zu entwickeln und letztendlich die vertraute Einwirkung mit in den Sattel zu nehmen.

Wenn man die Ausbildung eines Bridle Horse der Vaqueros betrachtet, so beginnt es mit einem Schnur-, Knotenhalfter, geht über zum Bosal in immer feineren Stärken bis hin zum Bosalito und führt letztendlich zur Bridle.
Den gleichen Weg kann man auch bei uns in der Ausbildung eines Reitpferdes einschlagen,
denn am Anfang steht der unabhängige Sitz, die Hilfen aus dem selben, und erst in der fortgeschrittenen Ausbildung kommt es zu Anforderungen an eine feine Einwirkung, die eine entsprechende Ausrüstung erforderlich machen.

Es ist macht keinen Sinn zwischen gebisslosen Zäumen und Zäume mit Gebiss zu polarisieren.

Für das Pferd macht es für das Verstehen keinen Unterschied, ob die Einwirkung auf den knöchernen  Nasenrücken erfolgt oder auf die Laden des Unterkiefers, die durch die Zunge noch einen Schutz haben.

Noch gibt es viele Missverständnisse über die Erfordernisse einer Zäumung.
Die VFD geht hier einen neuen Weg. Die ARPO wurde angepasst, in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern wird die Einwirkung untersucht.

Kein Reiter sollte sich über seine Ausrüstung definieren. Er sollte erkennen, welch elementare Schlüsselfunktion er für die Ausbildung und Sicherheit seines Pferdes hat.
Wie sagte Prof. Dr. Claus Zeeb einmal, man könne kein Pferd durch die Ausrüstung kontrollieren, sondern nur durch Ausbildung.

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